Im Hole

Es gab wohl in den letzten Jahren einige Autofahrer, die auf dem Sheffieldring die Ausfahrt Kornharpen genommen haben, um über die Elbestraße zum Stadion zu fahren und plötzlich dachten, sie hätten sich verfahren. Dort, wo die Häuser sonst immer das triste Grau der alten Nachkriegssiedlungen trugen, war plötzlich alles hell und farbig. Wobei "plötzlich" jetzt doch ein bißchen zu keck formuliert ist. In einer längeren Um- und Neubauphase ist im Quartier "Im Hole" in Kornharpen eine neue und auffällige Siedlung entstanden.


Im Hole

Im HoleEs ist bunt geworden in Kornharpen; Sehr bunt. Hier, wo früher Grau und Braun dominierten, sind nun neue, freche und auffällige Farben zu sehen. An der Elbestraße, Ecke Im Hole, ist eine ganz neue Siedlung entstanden, die wahrlich auffällt: Nach zehn Jahren Gesamtbauzeit ist das Quartier Im Hole nun endgültig fertig gestellt. Wer noch einmal kurz sehen will, wie es früher ausgesehen hat: Bitteschön, welch ein Unterschied! Die VBW hat hier eins der größten Wohnungsumbauprojekte in Bochum gestemmt. Eine Mischung aus Mietwohnungs- und Eigentumsbau. Ein Hauch von Bauhausstil: Weiße große Flächen, hohe Fenster, eine Kubusform und halt diese besonderen Farben.

Im HoleMarkus Wüllner, ausführender Architekt
„Die Farbe ist, gerade auch im Bereich der Eigenheime und Reihenhäuschen, so ein wichtiger Punkt der Individualisierung. Zu sagen ‚Ich wohn im Roten, im Grünen, im Lilanen’ ist immer ein schöner Aspekt; Ich bin sofort auffindbar ohne mir jetzt selber irgendein Accessoire ans Haus schrauben zu müssen.“

Im HoleDie Route der Wohnkultur hat diesen Standort schon als Sehenswürdigkeit geadelt. Nicht nur wegen der Farben, es handelt sich hier nämlich um eine groß angelegte energetische Sanierung; Nicht nur Grundrisse, Fenster und äußeres Erscheinungsbild haben sich verändert, sondern auch die Energieversorgung. Es gibt hier Häuser, die verbrauchen jetzt weniger als fünfzig Prozent der vorherigen Energiemenge; Öko-City in Kornharpen. Hier ist in zehn Jahren Bau- und Umbauphase ein spannendes Projekt entstanden. Schritt für Schritt.

Im HoleMarkus Wüllner, ausführender Architekt
„Die stufenweise Entwicklung bedeutet immer einen Mix aus sanieren, beibehalten, Identität bewahren und an anderer Stelle eben auch abreißen, neu bauen, ergänzen. Das einfachste wäre sicherlich gewesen, zu sagen: ‚Das ist so alt und das taugt alles nichts mehr, wir fahren da mit dem Bagger durch und bauen das alles neu!’ Aber dann würde so eine Siedlung auch ein anderes Gesicht haben und so kann man ja immer noch die ursprünglichen Identitäten erkennen.“

Im HoleUnd man findet hier auch noch die ursprünglichen Mieter. Viele von ihnen sind trotz umfassender Umbauphase ihrem Quartier treu geblieben und das wurde im vergangenen Sommer ganz besonders gefeiert: Zur Fertigstellung des Bauprojektes gab es eine Jubilarehrung für Mieter, die schon um die fünfzig Jahre in einer VBW-Wohnung leben; Manche sogar noch länger. Und jetzt wo Umbau, Lärm und Dreck verschwunden sind, finden die Alteingesessenen ihre neue Siedlung richtig schön. Außen, wie Innen.

Stephan Eisele, VBW Bochum
„Sie profitieren ja sehr stark davon. Die Räume sind lichtdurchflutet, die sind größer, verbrauchen wesentlich weniger Energie und insofern wird das positiv aufgenommen.“

Im HoleDas Quartier Im Hole ist jetzt eine Mischung aus Doppelhaushälften und Reihenhäusern, aus Eigentum- und Mietwohnungen. Das wirkt sich auch auf die Zusammensetzung der Bewohner aus:

Im HoleStephan Eisele, VBW Bochum
„Wir haben einen Mix geschaffen, einen Mix aus Eigenheimen für junge Familien, aus Einfamilienhäusern, und dann barrierefreie altengerechte Eigentumswohnungen, aber auch einen sehr großen Teil von Mietwohnungen, die auch barrierefrei und altengerecht auf den neuesten Stand gebracht wurden.“

Im HoleRund einhundert Wohneinheiten wurden hier um- oder neu gebaut. Durch die Struktur der Häuser und Wohnungen wurde etwas Neues geschaffen: Ein Mehrgenerationenquartier mit vielen bunten Farbtupfern.


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