Blau-weisse Woche

Die Saisonvorbereitung der Fußball-Bundesligisten ist ja immer ein quälend lange Zeit mit Testspielen, Trainingslagern und anderen unbedeutenden Ereignissen. Doch Gott sei dank hat man in Bochum ja den Peter Neururer, der so manches Sommerloch mit seinen kernigen Aussagen füllt. Sein Bekenntnis: "Ich will irgendwann einmal die Schale in der Hand halten!". Seine Einschränkung: "Dafür würde ich aber niemals Trainer von Bayern München oder Borussia Dortmund werden!".


Blau-weisse Woche

Blau-weisse Woche Die blau-weiße Woche begann anne Castroper, da wo dem Bobby sein Zuhause ist, wenn man der Ruhrgebietssprache treu bleibt, so will es wohl der Titel „Ab anne Castroperstraße“, das große Saisoneröffnungsfest des VfL Bochum, mit vielen Ständen, Stationen und vor Allem Fans. Die Kutten stehen da, wo sie hingehören: Nah bei der Mannschaft. Das Volk feiert, das Team schwitzt; Frühtraining mit Peter Neururer. So ist recht. Kurze Zeit später stand die Mannschaft unter der Dusche und die Fans schon vor dem Stadion. Warten auf den Einlass zum Mannschaftsfoto; Zeitvertreib mit Familienfotos. Im Stadion, in der prallen Sonne oder im Schatten, das Warten geht weiter, auch bei den Fotografen. Dann kommen sie: Vorneweg der Capitano, da geht es lang zum Fototermin, Der Trainer an eins, dann der Co-Trainer und und und.

Blau-weisse Woche Aufstellen fürs Panini-Sammelalbum: So sieht es in Bochum aus. Zum Vergleich: Auch bei einem Champions’s League Finalisten ist es nicht wesentlich anders. In Dortmund steht man auch in Reih und Glied, also alles wie in Bochum. Vielleicht sind hier ein paar mehr Fotografen, vielleicht der ein oder andere Weltklassespieler mehr. Aber sonst gibt es vielleicht noch einen kleinen Unterschied bei den Neueinkäufen: Aubameyang, okay, sagen wir sechzehn Mio’s. Der Mchitarjan für geschenkte fünfundzwanzig Millionen, aber die stehen auch nur in drei Reihen, ha! Genauso wie in Bochum. Außerdem haben wir Heiko Butscher, auf den sind sogar die Jungs von „so ist Fußball“ scharf.

Blau-weisse Woche Die blau-weiße Woche geht weiter und wir kommen in einen Bereich, in dem Bochum den Dortmundern um einiges Voraus ist: In der Abteilung Sprechtheater. Das Schauspielhaus; Nationale Spitze. Bitte, wenn das kein Ort ist, um den VfL-Bochum zu präsentieren. Lifeticker VfL: Eine lose Reihe im Bereich „Schauspieler treffen Fußballer“. Gastgeber im schattigen Gewölbe des Theaters unten: Andreas Grothgar, auf der Bühne in Faust und Hamlet zu sehen, jetzt gleich neben Neururer. Ein Versprechen für einen launigen Abendtalk. Dafür sorgt schon Bochums Trainer mit einem fußballerischen Bekenntnis:

Blau-weisse Woche „Ich möchte, dass ist mein großer Traum (dem werd ich mein Leben lang hinterher fegen, weil ich beim VfL Bochum bleiben möchte), Ich möchte irgendwann mal die Schale in der Hand halten und nicht, weil irgendeiner mir die gibt. Ich werde diesen Traum mit dem VfL Bochum niemals erreichen, aber dann hab ich halt noch einen Traum, ist doch okay. Aber als fünfundzwanzigster oder hundertfünfundzwanzigster Trainer von Bayern München, das zu erreichen, was andere auch schon erreicht haben, das wäre nicht mein Ding. Möchte ich nicht. Und deshalb würde ich niemals, egal wie schlecht es mir gehen könnte, niemals das Angebot von Bayern München annehmen; Da wäre ich nicht mehr Authentisch. Genauso finde ich teilweise toll was bei Borussia Dortmund abgelaufen ist, aber so schlecht kann es mir gar nicht gehen, dass ich irgendwann mal ein Trikot anziehen werde, das schwarz-gelb ist.“ Peter Neururer, Cheftrainer VfL Bochum

So ist es: Immer wenn Peter Neururer da ist, brauchst du keinen Anderen mehr einzuladen.


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