Tour der Hoffnung 2012

Es war einmal ein engagierter Arzt, der überlegte, wie er an Spendengelder für die Behandlung krebskranker Kinder kommen könnte. Aus der Überlegung entstand eine Idee: wenn ich mich mit dem Fahrrad von einem potentiellen Spender zum nächsten quäle, dann merken die, dass ich es ernst meine und öffnen ihr Portemonaie. So ungefähr entstand im Jahr 1983 die "Tour der Hoffnung", die es seit drei Jahren auch in Bochum gibt.

Tour der Hoffnung 2012

Tour der Hoffnung 2012

Tour der Hoffnung 2012Der Himmel wusste am frühen Morgen noch nicht genau, was er wollte. Da intournierte eine Dixibandkapelle schon den Schlager des Tages. Ja mia san mim Radl da. Was in der Tat auch stimmte, fast 150 Räder mit Radlern hatten sich zum höchsten Punkt in Bochum nach Stiepel gequält, um dort an der Tour der Hoffnung teilzunehmen.

Tour der Hoffnung 2012Klein und groß, Pukki oder Rennrad, egal jeder war willkommen, denn die Tour der Hoffnung ist eine gute Sache und wird jetzt immer erfolgreicher, was schon bei der Begrüßung verkündet werden konnte. Die Teilnehmerzahl war wieder gestiegen und Sportprominenz konnte begrüßt werden.
Die ehemalige Eiskunstläuferin Marina Kielmann und die ehemalige Tennisspielerin Klaudia Kohde Kilsch und die sorgten mit dafür, dass es schon vor Tourbeginn gute Prognosen gab, für Wetter und Spendenaufkommen.

Christian Haardt, CDU-Landtagsabgeordneter: Tour der Hoffnung 2012"Es sind schon über 10000 Euro an Spendengeldern zusammen gekommen, also ich freu mich auf einen tollen Tag heute und hoffe, dass das Wetter so stabil bleibt, wie es im Moment ist."

Und wann geht es endlich los? Wenn alles eingepackt ist, denn in Stiepel wurde schon im Vorfeld kräftig gespendet, tütenweise Schmusetiere.

Gerd Kubot, Stiepeler Werbegemeinschaft: Tour der Hoffnung 2012"Die gehen ins Hospiz oder werden verteilt, da wo sie benötigt werden. Wir haben dafür gesorgt, dass einmal jetzt diese Stofftiere da sind. Stiepel hat gesammelt, Stiepel hat sich glaub ich ziemlich ins Zeug gelegt, sind ja paar Kubikmeter zusammen gekommen und wir haben für die Versorgung der Fahrradfahrer so'n kleines Frühstückchen noch gemacht, damit keiner vom Fleisch fällt, während der Fahrt."

Tour der Hoffnung 2012Und damit wir während der Tour keine wichtigen Rennsequenzen verpassen, hat ein Fahrer des Cyclingteams eine Spezialkamera dabei. Nur losgehen muss es jetzt erst mal. Startschuss, oben in Stiepel, dort wo auch sonst der Bochumer Giro immer vorbeigekommen ist.
Körner und Kalorien für Euro und Cent. Die Idee des Tourgründers funktioniert, wenn der Spender sieht, dass sich der Radfahrer quält, ist er bereit ihn zu entlohnen. Auf gehts nach Weitmar und Wimmelhausen, Spenden sammeln für die Behandlung krebskranker Kinder.
Der erste Stopp: Weitmar-Mark, beim Becker gibt's leckere Brötchen. Grün ist die Hoffnung und deshalb wohl auch die Farbe der Team-Trikots, Platz für die Sponsoren.
Abschiedsfoto in Weitmar, der Asphalt ruft.

Tour der Hoffnung 2012Nächster Zwischenstopp: Das Hospiz St. Hildegard an der Königsallee. Im offenen Garten eine Freiluftveranstaltung mit Radfahrern und Aufklärung. Das Sterbehospiz gehört zu den Häusern, die von der Tour der Hoffnung Spenden übergeben bekommen. Aufklärung über die Arbeit des Hauses, welches jeden Besucher beeindruckt und innehalten lässt. Die Erfahrungswerte des Aufenthaltes geben den Spendensammlern neuen Antrieb, ab nach Wimmelhausen.

Tour der Hoffnung 2012Traditioneller Zwischenstopp an der Wasserstraße. In der Apotheke gibt es nicht nur Salbe für die geschundenen Muskeln, sondern in erster Linie Spenden für die Sammeldose. Also Wimmelhausen scheint ein gutes Pflaster zu sein, dann muss man noch ins kaufmännische Herz des Stadtteils vorstoßen, ab ins Kirchviertel.

Tour der Hoffnung 2012Im Schatten der Johanniskirche ist alles vorbereitet für einen großen Empfang. Die Bühne genauso gut gefüllt, wie der Platz. Und da kommen sie, Zielankunft im Kirchviertel und da wurde bekannt, dass drei Stunden radfahren durchaus lokrativ sein kann. Das Ergebnis: 12800 Euro hat die Bochumer Tour der Hoffnung zusammengeradelt.

Stephan Dewender, Organisator: Tour der Hoffnung 2012"Und jeder Cent geht dem guten Zweck zu, dass ist die wichtige Nachricht dabei. Ich denke, dass wir so auch im nächsten Jahr wieder starten können. Zwei Wochen vor dem Sommerferien an dem Samstag wird es dann wieder stattfinden und dann hoffen wir natürlich auch auf gleich gute Bedingungen."

Tour der Hoffnung 2012Und dann gab es nur noch zwei Dinge zu tun: Rad abschließen und einen bequemen Stuhl suchen. Und die Straße gehörte wieder den Autos.


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