Elektro-Mobil

Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn in einem Parkhaus plötzlich ein Wagen lautlos aus der Box rollt und alle Fußgänger denken, da hat einer die Handbremse nicht angezogen. Erst wenn der Wagen sauber ausgeparkt wird und an den Passanten vorbei fährt, merken die: das ist ein Elektro-Auto. Auch in Bochum gibt es diese Fahrzeuge im Straßenverkehr und es gibt sogar schon ein Tankstellennetz für Elektro-Autos.


Elektro-Mobil

Elektro-MobilIn dem Hauptsitz der Stadtwerke Bochum wird nicht nur über Energie nachgedacht, hier wird auch Energie verteilt; Manchmal sogar direkt vor der Haustür. Da stehen einige interessante Fahrzeuge mit einem Tankrüssel - Nein, falsch! - mit einem Stecker in der Seite. Kombiniere: Elektroautos, ein eher seltener Anblick in Deutschland und auch in Bochum. Fahrantrieb aus der Steckdose - Ökostrom. Da haben die Stadtwerke eine Vorreiter-Rolle übernommen. Elektroautos in Bochum; Wir zeigen mal, wie es geht. Denn diese Fahrzeuge werden von den Mitarbeitern der Stadtwerke im Berufsalltag benutzt.

Elektro-MobilDa stehen ein Mia und ein Karabag Fiat; Kleine leichte Autos, ohne Auspuff, ohne Tank, aber mit Batterie, und die muss geladen werden. Dafür gibt es diese Ladesäulen, die können mit einer Chipkarte entriegelt werden. Nach einem sieben- bis achtstündigen Ladevorgang ist die Batterie voll. Das Kabel wird abgezogen und nun hat der Wagen genug kraft für bis zu 80 Kilometer Fahrtstrecke. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Fiat Karabag beträgt 105 Stundenkilometer. Und hier der Geräuschtest: Innen leise, außen ein leichtes surren, wenn man das Mikrofon direkt neben den Motor hält. Elektroantrieb, der Zukunftsantrieb.

Thomas Schönberg, Stadtwerke Bochum:
Elektro-Mobil„Der Einstieg in die innovative Energieversorgung von Morgen und eine neue Form von Mobilität ist, meiner Meinung nach, nur über Elektromobilität. Das ist die Zukunft, was so den Kleinwagen und Innenstadtbereich angeht, und da wollen die Stadtwerke Bochum natürlich Vorreiter sein und hat vier Elektrofahrzeuge ganz neu angeschafft.“

Elektro-MobilEin Ausflug durch Bochum, mit einem Elektrofahrzeug. Die Frage, die sich jeder Interessent jetzt natürlich stellt, ist die Kostenfrage. Die Leistung dieses Wagens wird nicht in PS, sondern in KW gemessen. 20 KW ist der Wert. Und auf 100 Kilometern benötigt das Fahrzeug 11 Kilowatt-Stunden. Das kostet dann etwa 2,60 €. Zum Vergleich: Für 6 Liter auf 100 Kilometer zahlt der Autofahrer ca. 10 Euro. Und wenn der Besitzer eines Elektrofahrzeugs Kunde bei den Stadtwerken ist, dann lädt er bei allen Ladesäulen derzeit umsonst.

Thomas Schönberg, Stadtwerke Bochum:
Elektro-Mobil„Wir haben also in ganz Bochum bisher neun Ladesäulen installiert, an denen alle Bochumer Kunden kostenlos tanken könnten, und wir versuchen natürlich über unsere Erstinvestition in vier Elektroautos da ein gutes Beispiel und Vorreiter zu sein.“

Das Einkaufzentrum Hannibal hat also eine Ladesäule, in Parkhäusern gibt es auch welche und eine steht gegenüber der Karolinenschule, direkt auf dem Parkplatz der Kreishandwerkerschaft. Und wer hier tankt -entschuldigung- belädt, der bekommt richtigen Ökostrom in die Batterie. Sozusagen: Ökostrom tanken.

Thomas Schönberg, Stadtwerke Bochum:
„Denn nur dann wird ein Schuh aus diesem Thema Elektromobilität, wenn wir sagen, dass Elektroautos auch mit sauber erzeugtem Strom fahren und betrieben werden können.“

Elektro-MobilUnd wer es noch eine Spur Zukunftsträchtiger haben will, der darf sich hier schon einmal die übernächste Generation anschauen: Ein Solarmobil. Antrieb: Die Sonne. Entwickelt von Studenten der Bochumer Fachhochschule.Hier steht es noch im Atrium der Stadtwerke, die das Projekt unterstützen, mittlerweile ist es jedoch über Russland und China auf dem Weg nach Australien, immer der Sonne entgegen.

Tim Skerra, Hochschule Bochum:
Elektro-Mobil„Wir fahren einen Durchschnitt von 50 bis 60 Stundenkilometern, normal, weil es für uns die energetisch sinnvollste Geschwindigkeit ist, vom Verbrauch, vom Ertrag über unsere Solarzellen. Das Fahrzeug kann aber durchaus bis 120 Stundenkilometer fahren, das heißt, wenn es erforderlich ist, können wir auch schneller fahren. Das ist nicht das Problem, sind wir auch schon auf unserer Tour. Und wir haben uns auch selbst als Marke ein Jahr gesetzt, für die gesamte Weltumrundung. Einfach um zu zeigen, dass die Technik global einsetzbar ist, wie Elektromobilität auch in den Alltag integriert werden kann und das möglichst weit auch zu kommunizieren.“

Ein paar Abschiedsfotos in Bochum kurz vor der Weltumrundung im Solarmobil; die beginnt schon im Jahr 2012.


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