Chris Hopkins

Zwei "beswingte" Nächte lang war Bochum ein Ort der Jazz-Musik mit Künstlern aus New York, San Francisco und Amsterdam. Zwei Nächte lang schaffte es der Bochumer Pianist Chris Hopkins wieder einmal, das Wasserschloß Kemnade mit der Stimmung eines New Yorker Jazz-Clubs Mitte des letzten Jahrhunderts zu versehen. Die "Kemnade Swing Nights" waren auch in diesem Jahr wieder so besonders, weil die Künstler so außergewöhnlich waren.


Chris Hopkins

Chris Hopkins An einem Scheunentor, da hängt der Chris Hopkins, und in der Scheune, da swingt der Chris Hopkins. Ein Bochumer Jazz-Pianist mit Weltniveau. Geboren in Princeton New Jersey, kam er als kleiner Junge nach Bochum, weil sein Vater an der Ruhruniversität eine Professur erhielt. Amerikanischer Name, Amerikanische Wurzeln, aber ein Kind des Ruhrgebiets.

Chris HopkinsChris Hopkins, Pianist
"Ich habe eigentlich den Großteil meines Lebens hier in Bochum verbracht und bin sozusagen ein Bochumer Junge."

Und ein musikalischer Junge, denn was hier alles steht, liegt und auf den auftritt wartet sind Instrumente eines Jazz Swingtets. Das von Chris Hopkins ins Leben gerufen wurde. Weltklassemusiker bereiten sich auf ihren Auftritt in Bochum vor. Bei den Kemnader Swing Nights, mit den meisten von ihnen hat Chris Hopkins schon Tonträger bespielt und das sind viele.

Chris HopkinsChris HopkinsChris Hopkins

Chris Hopkins, Pianist
"Also ich habe bis jetzt ungefähr 30 - 35 CDs gemacht."

Unermüdlich im Einsatz diese Hände, die in frühster Jugend, erst am Schembalo trainiert wurden, mit Sonaten von Bach. Dann entwickelte sich irgendwann die Liebe zum Jazz und zum Swing. Und diese Liebe wird jetzt auch von den Kritikern erwidert.

Chris Hopkins, Pianist
"Wir haben z.B. letztes Jahr, letzten Sommer, hier mit meinem Quartet gespielt, und da hat die letzte CD gerade den Preis der Deutschen Schallplattenkritik gewonnen. Da freut es uns natürlich sehr, dass man mit so einer Musik dann auch wahrgenommen wird, in diesen Bereichen."

Chris HopkinsAuch Niki Parat hat schon viele CDs raus gebracht. Die gebürtige Australierin wohnhaft in New York, spielt Kontrabass und singt dazu. Das gibt es sonst nur in New Yorker Jazzclubs zu hören.

Chris HopkinsAus San Francisco, Kalifornien, Addy Arigson an der Gitarre.

Chris HopkinsAn der Trompete Enno Darms aus Holland, ein Mann der auf der Ganzen Welt unterwegs ist.

Chris HopkinsGleiches Land anderes Instrument: Hans Decker am Schlagzeug, der Drummer der WDR Big Band.

Chris HopkinsUnd an der Klarinette Engelbert Wobel. Ein namhaftes Ensemble, wohnhaft auf der ganzen Welt und trotzdem oft zusammen und oft im Austausch.

Chris HopkinsChris Hopkins, Pianist
"Es gibt natürlich noch ganz viele andere Aufgaben, viel Kommunikation die man betreibt, mit vielen Kollegen Weltweit. Die sind wie so eine Familie und sie sind alle vernetzt. Eigentlich und genau dann gehen auch Vorschläge für Musiktitel hin und her für die Konzerte. Und Noten die man sich rumschickt."

So leben die Professionellen Musiker im 21. Jahrhundert. Weltweit vernetzt schickt man sich per E-Mail Anhang neue Kompositionen zu, und lässt den anderen dazu spielen. Aufwendiger ist es dann sich zu treffen, und wenn es klappt wie bei den Kemnader Swing Nights, dann ist es etwas ganz besonderes.

Chris Hopkins, Pianist
"Ich wollte, wenn ich was mache, was wirklich ganz spezielles machen, etwas Einmaliges wie heute, für Kollegen von weit her (aus den USA, wo auch immer her), die wirklich Speziell für diese Konzert da sind und so ein Konzert kann man auch nicht zu oft machen."

So bleibt es auf jeden Fall etwas besonderes, Chris Hopkins und seine Kemnader Swing Nights.


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