Messpunkte

Das Musikzentrum kommt, die benachbarte Marienkirche bleibt und wird Teil des Musikzentrums. Ein guter Kompromiss, der da seinerzeit gefunden wurde, damit dem Neuen nicht das schöne Alte weichen muss. Und damit das auch wirklich so bleibt, muss man bei den Bauarbeiten ein bisschen aufpassen, dass die Kirche nicht beschädigt und zum schiefen Turm von Bochum wird. Dafür wurden jetzt in luftiger Höhe von den Höhenrettern der Bochumer Feuerwehr die ersten Sicherheitsmaßnahmen getroffen.


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MesspunkteDas Ziel ist ausgemacht, die Marienkirche in der Innenstadt. Dort stehen einige Männer, die Mitglieder einer hochalpinen Klettergruppe sein könnten. Sie gehören aber zur Bochumer Feuerwehr. Berge haben wir in Bochum wenig, aber dafür Kirchtürme und dafür gibt es Fachpersonal, die können wesentlich besser klettern als Autotüren zumachen; Das dauert noch.

Also zurück Sache: Es geht um diese gelben Plastikteile, so genannte Messbalken. Die müssen in 70 Metern Höhe am Turm befestigt werden, deshalb diese Ausrüstung. Der Weg zum Arbeitsplatz erfolgt erst mal ganz unspektakulär durch die Eingangstür.

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Der erste Mann auf dem Turm; Dieser Säule schenkt man das Vertrauen. Uns bleibt die Zeit, den Anblick zu genießen und danke zu sagen, für die Idee, diesen Turm nicht abzureißen, sondern in das neue Musikzentrum zu integrieren.

In den Jahren 1868 bis 1872 wurde diese Kirche erbaut. Also vor über 140 Jahren, im Krieg ausgebrannt, später wieder aufgebaut; Ein stück Bochumer Geschichte. im Jahre 2000 sollte sie schon abgerissen werden, jetzt bekommt sie ein neues Leben geschenkt. Zukünftig Musik statt Gottesdienste. Und damit die Kirche alle Bauarbeiten in, am und neben dem Gebäude überlebt, wird sie während der Bauphase im Auge behalten. Dafür werden die gelben Messmarken angebracht; An ihnen kann die Position des Turmes jederzeit kontrolliert und Schwankungen können frühzeitig erkannt werden.

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Und so sieht es von oben aus. Wir haben den Kletterern eine Kamera umgehängt und bekommen exklusives Filmmaterial. Arbeiten im Glockenturm; Spinnennetze aus über 100 Jahren. Signaturen aus der Zeit, als die Kirche nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Im Kirchenschiff noch Bilder, als die Kirche noch Kirche war.

MesspunkteAn der Fassade wird es langsam windiger. Fotograf und Kameras auf Motivsuche und der Vermesser, der später die Ausgangswerte für die kommenden Monate und Jahre festlegt. Fundamentbohrungen haben ergeben: Die Marienkirche ist nicht auf Sand, sondern auf Fels gebaut. Der schiefe Turm von Bochum wird das hier also nicht werden.


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