Schlehenweg

Welche Aufgabe haben eigentlich die großen Wohnungsbau-Unternehmen in Bochum? Sie prägen das Stadtbild, modernisieren Quartiere und schaffen gute Adressen. So der Idealfall, die Aufgabe von Unternehmen, die in einer Größenordnung arbeiten, die kaum eine privater Investor stemmen könnte. Die VBW ist Bochums größter Wohnungsbauer und stemmt ein Mammutprojekt. Die Siedlung am Schlehenweg in Höntrop wird in 669 Wohneinheiten saniert und renoviert. Ein Besuch vor Ort und ein Blick auf die Tätigkeit des größten Vermieters in Bochum.


Schlehenweg

SchlehenwegRichtig schön war es eigentlich nie, diese braune Außenfassade, von denen grade die letzten Quadratmeter unter dicken Dämmplatten versteckt werden. Dann wird auch das Auge des Betrachters nicht mehr so böse belästigt an der Großbaustelle Schlehenweg in Wattenscheid-Höntrop. Bye-Bye, Braunton; Ein hässliches Entlein, gebaut in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, nimmt Abschied und schon sieht, man einen Bauabschnitt weiter, den schönen Schwan; Da wird frisch getüncht, verputzt, und angestrichen. Wie gesagt, Großbaustelle Schlehenweg: 669 Wohneinheiten werden dort gerade von der VBW saniert und renoviert. Die Reanimierung, oder besser gesagt Neugeburt, einer alten Siedlung.

SchlehenwegDr. Dieter Kraemer, Geschäftsführer VBW Bochum:
„Das waren Werkswohnungen von der Faeber Wohnen, seiner Zeit, in der Zeit als das Ruhrgebiet noch boomte, in den Sechziger-Siebzigern, als die Leute ins Revier kamen und Arbeit hatten, wurden diese Wohnungen gebaut und das war wirklich der moderne Standard des Wohnens. Die Wohnungen hatten Balkons, Zentralheizung, sie hatten, anders als der unmittelbare Nachkriegsbaubereich, großzügige Grundrisse; Das war die angesagte Qualität.“

Schlehenweg Damals in Höntrop, Schlehenweg-Friedlandstraße, und heute in der Wohnallee Schlehenweg. Neuer Name, neue Farben und scheinbar eine neue Siedlung, das sieht von Außen schon mal ganz anders aus, und auch Innen ging es zur Sache; Ein Rundgang im Musterhaus. Das Ruhrgebiet ist mit seinen alten Siedlungen in die Jahre gekommen, da hat sich der eine oder andere Renovierungsstau gebildet. Insofern fällt die Liste der Baumaßnahmen etwas üppiger aus.

SchlehenwegThomas Gumm, Bauleiter VBW Bochum
„Kurz zusammengefasst: Was wurde alles gemacht? Es wurde saniert, es wurde die Fassade erneuert, es wurden die Fenster erneuert, es wurden die Türanlagen erneuert, es wurden die Außenanlagen erneuert, und auch die Balkone.“

SchlehenwegUnd da der erste Bauabschnitt der Modernisierungsmaßnahmen beendet ist, gab es eine kleine Einweihungsfeier. Gut 3,5 Millionen Euro wurden bisher verbaut, aufgebracht durch die VBW und Fördermittel des Landes NRW; Ein verdienter Applaus von den Anwohnern des, nun wieder zukunftsfähigen Wohnquartiers. Was früher als Adresse gemieden wurde, ist nun wieder vorzeigbar. Aus der Siedlung am Schlehenweg ist die Wohnallee geworden; Das hört sich doch schon mal ganz anders an.

SchlehenwegDr. Dieter Kraemer, Geschäftsführer VBW Bochum
„Wir Menschen wollen gute Wohnquartiere. Es geht nicht nur um das Umbauen, es geht um das Wohnumfeld, es geht um soziale Elemente, es geht natürlich auch um Nahversorgung. All das zusammen macht eigentlich die Qualität eines Wohnstandorts aus und soweit wir können, versuchen wir eben an all diesen Dingen mit zu arbeiten.“

SchlehenwegEs handelt sich hierbei um einen ersten Schritt, denn 2013 geht das Projekt in die zweite Runde, auch im Bereich [???]-Feld wird noch ordentlich saniert. Farbe bekennen für Höntrop: Der Staatssekretär des Bauministeriums überbrachte neben den Fördergeldern auch Grüße der Landesregierung. Sparkassenvorstand und Führung der SPD-Fraktion waren zugegen, denn so ein Großprojekt hat auch eine politische Dimension. Was kann, was schafft ein halbkommunales Wohnungsunternehmen wie die VBW in Bochum und für Bochum?

Dr. Dieter Kraemer, Geschäftsführer VBW Bochum
„Wohnungsunternehmen sind Stadtentwickler, sowieso in ihrer Rolle, und wir nehmen diese Rolle positiv und engagiert wahr und wir sind uns auch mit der Politik über alle Parteigrenzen hinweg uns einig, wenn eine Stadt Mitbesitzer eines solchen Wohnungsunternehmens ist, dann muss sie auch erwarten können., dass wir uns intensiv beteiligen an Quartiers und Stadtteilsentwicklung.“

Und wie man die lange Umbauphase sinnvoll nutzen kann, dass zeigt uns diese Anwohnerin. Die hat sich aus Dämmmaterialresten eine Pinnwand gebastelt; Kunst am Bau, sehr schön!


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