Schnurzpiepegal

Ein Koffer. Ein Koffer im Bahnhof. Der Koffer kommt aus Berlin. Der Bahnhof aus Langendreer. Bis hier nichts Ungewöhliches. Doch öffnet man den Koffer, fängt er an zu spielen. Papiertheater. Das theatralische Kofferkleinod, aufgeführt von Barbara Steinitz und Björn Kollin, geht der Frage nach, ob alle Hunde so aussehen wie ihre Herrchen und Frauchen oder vielleicht doch die Herrchen und Frauchen so aussehen wie ihre Hunde? Ist das so?


Schnurzpiepegal

Schnurzpiepegal„Schnurz-Piep-Egal“

Schnurzpiepegal„Geht man durch Straßen und Parks einer Stadt sieht man; alle Hunde sehen aus wie ihre Herrchen und Frauchen. Oder, vielleicht ist es ja auch umgekehrt? Alle Herrchen und Frauchen sehen aus wie ihre Hunde?
Manche Frauchen sind traurig, und gelangweilt, wie ihr Pekingese.“

Schnurzpiepegal„Frech und fröhlich, wie Anton, ist auch sein Dackel.“

Barbara Steinitz, Illustratorin: Schnurzpiepegal„Ich hatte diese Grundidee für Schnurz-Piep-Egal, dieses ‚Herrchen sieht dem Hund ähnlich’ und wie ist es, wenn sie sich ähnlich sehen, hatte ich während eines Austauschsemesters in Barcelona; ich habe immer ein Skizzenbuch dabei, ich hab so diese Grundidee reingezeichnet, reingeschrieben, in die Schublade und jahrelang nicht mehr angefasst und irgendwann wieder rausgezogen. So gesehen waren dann schon ein paar Jahre vergangen und dann habe ich mich ca. einen Monat lang hingesetzt und die Geschichte ausgefeilt, die Skizzen gemacht mit Bleistift und dann einen Verlag gesucht, bis ich den gefunden hatte. Und dann die Original-Illustrationen zu machen dauert auch noch mal so stramme 2-3 Monate.“

Schnurzpiepegal„Oskar ist so schnell und dürr wie sein Windhund.“

Schnurzpiepegal„Der Pulli des komischen Kerls von nebenan hat genau die gleiche Frisur wie der.“

Björn Kollin, Komposition: Schnurzpiepegal„Es ging darum, dass das Buch vorgestellt werden sollte in Saarbrücken zu einer Buchmesse und dann haben wir uns getroffen und es zusammen inszeniert und so fing das eigentlich an, mit dem Papiertheater mit uns beiden.“

Schnurzpiepegal„Obwohl alle das Gegenteil behaupten ist der Bullterrier vom Nachbarhaus genauso nett wie Herr Luzi, denn er hat seinen Hund ganz prima erzogen.“

Barbara Steinitz, Illustratorin: Schnurzpiepegal„Also das Interesse für Figurentheater war eigentlich schon immer da, als Kind auch und ich habe immer viel gebaut, gezeichnet und habe mich für den Beruf der Illustratorin entschieden. Björn Kollin, der Musiker, und ich kennen uns vom Studium in Saarbrücken an der Kunsthochschule und haben immer viel Musik zusammen gemacht und hatten auch beide ein starkes Interesse in Richtung Figurentheater, Schattentheater. Was Papiertheater ist wussten wir noch gar nicht und haben einfach Musik zusammen gemacht und irgendwann immer wieder gesagt, dass wäre toll, diese Komposition von Björn zu nehmen um ein Figurentheater mal zu inszenieren und dann auch musikalisch mit diesen Musikstücken zu begleiten und irgendwann haben wir gesagt: ‚Jetzt lass uns mal wirklich was zusammen machen’. Ich hatte dieses Buch ‚Schnurz-Piep-Egal’ geschrieben, illustriert, es ist gerade frisch rausgekommen, da habe ich ihm die Geschichte gezeigt und habe gesagt: ‚Kannst du dir vorstellen Musik dazu zu komponieren und lass uns was probieren’. So kamen wir dazu ein Papiertheater zu machen, was sich, Papiertheater bietet sich an, das bedeutet Flachfiguren, hier sieht man es schön, weil die natürlich sehr nah an den Illustrationen dran sind. Im Prinzip sind die Figuren aus dem Buch rausgenommen und als Papiertheater gezeigt.“

Björn Kollin, Komposition: Schnurzpiepegal„Es war ja am Anfang auch fraglich, ob das auch funktioniert mit den Kindern und wir haben festgestellt, dass das wunderbar funktioniert. Das wir sogar an Orten aufgetreten sind, wo man uns schon vorher gewarnt hat ‚das wird schwierig’ und das hat wunderbar funktioniert. Die Kinder waren ruhig, interessiert, perfekt.“

Barbara Steinitz, Illustratorin: Schnurzpiepegal„Wenn man mich jetzt fragt, ich bin auch mit einem Hund aufgewachsen, das war ein Rauhaardackel, also ich weis nicht…“


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