SAGA

Seit 35 Jahren gemeinsam auf der Bühne: die kanadischen Prog-Rocker SAGA präsentierten im besten Rockalter ein Potpourri ihres musikalischen Schaffens aus 20 Studioalben. 800 begeisterte Fans in der ausverkauften Zeche Bochum honorierten die markanten Soundteppiche, hymnischen Melodien aus E-Gitarre und Synthesizer und Klassiker wie "On the loose", "The Flyer", "Humble Stance" und "Wind him up". Der charismatische Frontmann Michael Sadler gab der Bochumschau vor dem Konzert ein Interview.


SAGA

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Es braucht sehr viel Zeit, sie Setliste zusammenzustellen. Die Schwierigkeit am Anfang war, als wir ein Album hatte, hatten wir nur acht Titel. Zwei Stunden mit nur acht Liedern zu füllen, war sehr schwierig. Mittlerweile gibt es so viele Titel, da ist die Frage eher, welche Stücke wir nicht spielen werden. Und jedes Mal sagt jemand: ‚Ihr habt nicht mein Lieblingslied gespielt!’ Da gibt es dich so viele…
Wir bemühen uns auf dieser Tour einen Querschnitt aus allen Alben auszuwählen, was nahezu unmöglich ist. Wir versuchen einiges aus dem älteren und neueren Material und drei Titel aus dem neuen Album zu berücksichtigen. Wenn man die Show zusammenstellt, hat alles etwas zu tun mit dem ‚Fließen des Sets’. Man möchte nicht mit einer Ballade starten. Es dreht sich alles um das Timing der Show und wie sich die ganze Sache entwickelt: Anstieg, ein wenig Achterbahn und enden auf dem Höhepunkt. Es ist knifflig.“

Bochumschau:
„Was halten Sie davon, das Publikum zu fragen, seine Lieblingsstücke zu spielen?“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Das mache ich immer. Ich frage nach Wünschen und jeder ruft gleichzeitig seinen Titel. Und ich sage ‚immer nur einer auf einmal’, aber das funktioniert nie. In neun von zehn Fällen entspricht der Wunschtitel sowieso dem Lied, welches wir dann spielen würden. So klappt das dann auch.“

Bochumschau:
„Sie nutzten YouTube, um den neuen Schlagzeuger zu suchen? Ist es nicht ungewöhnlich, auf diese Weise ein neues Bandmitglied zu suchen?“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Es war schon ungewöhnlich, aber es ging auch recht schnell. Weil wir nur sagen mussten: ‚Wir suchen einen neuen Schlagzeuger!’ Und wandten uns so an alle Schlagzeuger auf dem Markt: ‚Wenn du daran interessiert bist, SAGAs neuer Schlagzeuger zu werden, wähle zwei oder drei Titel und spiele dazu, nimm ein kleines Video auf und reiche es ein!’ Das Merkwürdige daran war, dass ich dachte, es könnte ein langer Prozess werden, Hunderte von eingereichten Videos einzeln anzusehen. Mike Throne, den wir letztendlich ausgewählt haben, war einer der ersten, der ein Probevideo eingereicht hatte. Und ich kann mich daran erinnern, dass ich dachte: ‚Wow, wenn es nicht jemanden gibt, der unglaublich viel besser spielt als er…’ ‚Das ist der Kerl!’ Wir warteten dann 2-3 Wochen und sahen uns die anderen noch aus Höflichkeit an. Aber ich wusste von Anfang an, dass er es sein würde. Tatsächlich sagte er zu Freunden: ‚Ich werde den Job bekommen!’“

Bochumschau:
„Wie viele Bewerbungen gab es?“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Ich weiß es nicht mehr genau. Insgesamt ungefähr 35. Einige besser als andere.“

Bochumschau:
„Wissen Sie noch, wie viele Auftritte Sie bis jetzt in Bochum hatten?“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Wie oft wir in Bochum gespielt haben? Wissen Sie es? Ich weiß wenigstens von einer Tournee, bei der ich selbst nicht mit gespielt habe, das ist sicher. Als die Band das letzte Mal hier war, war ich nicht dabei. Ich denke, es waren zwei bis drei Male davor. Ich kann mich an das Gebäude erinnern.“

Bochumschau:
„Nun ist es das vierte Mal.“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Oder drittes Mal für mich.“

Bochumschau:
„Das erste Mal, Zeche Bochum: 23. Mai 1985, dann 28. April 1997, 28. März 2010 mit anderem Sänger und heute, 8. November 2012.“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Ich habe gehört, es wird wahrscheinlich ausverkauft sein. Das ist schön.“

Bochumschau:
„Haben Sie die Stadt Bochum einmal besucht? Oder reisen Sie direkt zum nächsten Ort?“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Bochum ist eine der Städte, in der wir keine Möglichkeit hatten, wirklich etwas zu sehen. Das passiert immer auf einer Tour. Wir kennen die meisten größeren Städte, und gewöhnlich die Städte, in die wir anreisen. Zum Beispiel heute morgen: Ankommen, die Show präsentieren, schlafen und dann 8 Uhr morgens abreisen. So bleibt keine Zeit. Wenn wir vor oder nach einem Auftritt einen Tag frei haben, dann haben wir die Chance, eine Stadt anzusehen. Aber Bochum ist eine Stadt, wo wir diese Möglichkeit nicht hatten. Nächstes Mal.“

Michael Sadler, SAGA: SAGA„Freut mich zu sehen, noch mal. Ich hatte so vermisst, euch. I’m very happy to be back an it seems that anybody else is happy that we are back. So life is good right now and I looking forward to see anybody soon.“


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