Ruhr-Triennale

Das alljährliche Festival der Hochkultur bot auch in diesem Jahr große Namen und außergewöhnliche Aufführungen und die Jahrhunderthalle als Hauptspielort zeigte dabei wieder einmal seine Wandlungsfähigkeit. Von der Industriekulisse bis zur Wüste - die Regisseure nutzten Höhe, Breite und vor allem die Weite. Ungewöhnliche Bilder an einem außergewöhnlichen Ort.


Ruhr-Triennale

Ruhr-TriennaleEs ist vielleicht das Wahrzeichen der 3. Ruhrtriennale, der alte Wasserturm neben der Jahrhunderthalle in Bochum. Die Ruhrtriennale ist wieder zu Gast, wie immer seit 2002, dem Gründungsjahr dieser außergewöhnlichen Idee, Musik, Theater und Tanz in den alten Industriedenkmälern des Ruhrgebietes zu zeigen. Und die Jahrhunderthalle als Hauptaufführungsort zieht nach wie vor das theaterbegeisterte Publikum an. Es ist wie immer entweder voll oder direkt ausverkauft.

Ruhr-TriennaleUnter dem diffusen Oberlicht wurde die Halle diesmal in zwei Aufführungsorte geteilt. Neben dem Bühnensaal gab es noch den Lese- und Literaturraum. Hier fand auch die Eröffnungsmatinee statt, mit großer Spannung wartete man in Theaterkreisen auf die diesjährige Eröffnungsaufführung „Laila und Madschnun“, vorgestellt von den Machern Willi Decker, Intendant und Regisseur, daneben die musikalische Leitung und der Lyriker Albert Ostermaier, der den Bühnentext lieferte. „Laila und Madschnun“, das berühmteste Liebespaar der islamischen Welt, aufgeführt inmitten des rostigen Charmes der Jahrhunderthalle.

Albert Ostermaier, Lyriker: Ruhr-Triennale„Das ist eben das wirklich Herausragende und Besondere, dass man natürlich auch beeinflusst ist von der Atmosphäre dieser Orte. Es ist eben nicht ein beliebiger Spielort, es ist nicht dieses Theater oder jenes Theater, sondern es ist ein Ort, der eine eigene Geschichte hat, und der eine eigene Poesie hat und der diese Geschichte einem erzählt.“

Ruhr-TriennaleDie Geschichte, die jetzt in der Jahrhunderthalle erzählt wird, ist eine alte persische Liebesgeschichte, die kein Happy End besitzt. Vom Schmerz der Liebe bis hin zum Wahnsinn, als das in einer wüstenähnlichen Sandkulisse. Es ist eine aufwendige Inszenierung im Jahr 2010, dem Jahr der Kulturhauptstadt, was sich positiv auf die ganze Veranstaltung auswirkt.

Willy Decker, Intendant Ruhrtriennale: Ruhr-Triennale„Es gibt mehr Augen die hierher blicken und insofern denke ich, dass auch die Ruhrtriennale eine größere, stärkere Aufmerksamkeit erfährt. Und natürlich ist es für uns auch ein Aspekt der Vorbereitung des Jahres 2010, dass das Programm Teil dieser Kulturhauptstadt, des Kulturhauptstadtprogramms ist. Insofern ist die Beeinflussung durchaus gegenseitig und ich freu mich auch, dass wir diesem vielleicht, denke schon sehr brisanten Thema der islamischen Kultur innerhalb der Kulturhauptstadt so ein großes Forum geben können. Insofern ist das kein Jahr wie jedes andere.“

Ruhr-Triennale„Laila und Madschnun“ als die Zentrale Aufführung der Ruhrtriennale 2010, die sich vor allem mit dem Urmoment des religiösen, dem islamischen Kulturkreis beschäftigt, und das auf allen Bühnen.

Ruhr-TriennaleZurück in den leisen Teilen der Jahrhunderthalle. Literatur und Lesungen, wie hier mit bekannten Stimmen und Gesichtern, Samuel Weiß und Maren Eggert, und es zeigt sich, dass auch für die Schauspieler die Ruhrtriennale etwas ganz besonderes ist.

Maren Eggert, Schauspielerin: Ruhr-Triennale„Es ist immer eine sehr interessante Auswahl und man freut sich als Künstler hier auftreten zu dürfen und ich finde immer im Ruhrgebiet das Publikum sehr begeisterungsfähig, freundlich und herzlich.“

Ruhr-TriennaleDie Ruhrtriennale, eine schöne Mischung aus Schauspiel und Oper, aus Theater und Musik, in der Jahrhunderthalle und andere spannende Orte des Ruhrgebietes.


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