Ruhr International

Vor 38 Jahren startete auf dem Wasserschloß Kemnade erstmals ein außergewöhnliches Festival. "Kemnade International" hieß es und hatte den Anspruch, dass sich die heimischen Deutschen und die zugewanderten Ausländer besser kennen lernen sollten. Zwei Generationen später gibt es das Fest immer noch - allerdings mit einem neuen Namen: "Ruhr International". Kennen lernen muß man sich jetzt nicht mehr, aber man darf erstaunt sein, wie groß das kulturelle Spektrum des Ruhrgebietes mittlerweile geworden ist.

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Ruhr InternationalDie Jahrhunderthalle besitzt eine besondere Anziehungskraft als Veranstaltungsort. Selbst große Feste, die Jahre lang an einem Ort waren, zieht es jetzt zur Jahrhunderthalle hin, weil es dort viel Platz und besondere Möglichkeiten gibt. „Ruhr International“, das Fest der Kulturen, früher Kemnade International, jetzt größer und durch das Sponsoring der Sparkasse Bochum mit drei verschiedenen Bühnen. Bunt war es schon immer, dafür sorgen die vielen Musikgruppen und ihre traditionellen Kleider, so wie hier aus dem Südosten der Türkei aus Bitlis. So heißt auch der Tanz, aufgeführt in selbstgemachten Kostümen, so macht die Traditionsbewahrung richtig Spaß.

Eylem Önder, Türkische Tanzgruppe: Ruhr International„Genau, und wenn das Publikum stimmt haben wir nämlich noch mehr Spaß daran, dann haben wir nämlich noch mehr Motivation, noch mehr Freude, noch mehr… sie haben bestimmt gesehen, wir waren alle am lächeln und das macht auch sehr viel aus. Also wir haben Riesenspaß gehabt vor dem Publikum.“

Ruhr InternationalDas Publikum verlief sich etwas auf dem weitläufigen Gelände und kam dann doch immer wieder zurück zu diesen bunten Zelten. „Ruhr International“ besitzt traditionell zwei Standbeine, die Musik und den kulinarischen Aspekt. So wird im Schatten der Zelte frisch gekocht und zubereitet. Es ist eine schöne Gelegenheit einmal die internationale Küche kennen zu lernen und man kommt hier einfach mal näher ran und wundert sich dann, wie nahe man sich dann wirklich ist. „Ruhr International“ zeigt die Heimat im Jahr 2012.

Ruhr InternationalUnd unter dem wolkenlosen Himmel kann man dann sich einfach mal hinsetzen und Leute gucken, ein schönes Spektrum Kleidung, Mode und Frisuren. Auf zur Bühne 2, die Indoor-Bühne in der Jahrhunderthalle. Auch hier Musik, in diesem Fall aus Bochum, aus Wattenscheid, X-Vision, das Musikprojekt mit jungen Leuten. Und hier hört man zum ersten Mal auch etwas von dem Stolz dabei zu sein, bei „Ruhr International“.

Abed Alaoui, X-Vision: Ruhr International„Dass alle zusammen auf so eine Bühne gehen und dass man uns die Möglichkeit gibt, das macht einfach sehr viel Spaß und wir zeigen halt, wer wir sind.“

Ruhr International1974, vor 38 Jahren, wurde das Festival „Kemnade International“ gegründet. Seit dem haben unzählige Künstler auf der Bühne gestanden und von Heimat, Liebe und Gefühlen gesungen. Einer von ihnen war schon beim ersten Mal dabei und hat dem Festival die Treue gehalten, Hüsnü Isik, anatolische und moderne Volkslieder. Hüsnü Isik ist ein Teil der Geschichte von früher Kemnade und heute „Ruhr International“.

Hüsnü Isik, Musiker: Ruhr International„In der Jahrhunderthalle bin ich nie gewesen, aber heute bin ich hier und das ist auch ein schöner Ort. Ich denke, das Kemnade Leben wird hier weiter gehen, so lange ich hier bin. Ein Applaus bitte für Kemnade.“

Ruhr InternationalUnd nun zur Bühne 3. In der alten Dampfgebläsehalle amüsiert man sich königlich zu Immigranten-Pop von Fräulein Nina und Murak Kai.

Ruhr InternationalRaus aus der Halle 3 über das Gelände zwischen Turbinenhalle und Wasserbehälter zurück zur Hauptbühne. Der graue Wolf Tanar Çatalpinar mit seiner Supergroup. Also viel Tanz, viel Musik und sogar ein Superstar, der Algerier Khaled Liberte, bekannt durch seinen Welthit „Ayscha“.

Heiko Schwegmann, Bahnhof Langendreer: Ruhr International„Khaled ist ein absoluter Weltstar des Reichs und das Publikum erstreckt sich auf Regionen von Algerien, Marokko, quasi der gesamte Maghreb.“

Ruhr InternationalErmöglicht wurde dieser Auftritt auch durch die Sponsoren wie zum Beispiel die Sparkasse Bochum, und da er das Festival beendete, darf er auch am Ende dieses Beitrag stehen, Khaled, die Stimme Nordafrikas.


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