Nightprayer

An einem Abend im September öffneten alle Religionen, die im Ruhrgebiet vertreten sind, ihre Gebetshäuser und Kirchen für eine parallele Veranstaltung: die „Nightprayer“. Bochum stellte mit der St.Vinzentiuskirche in Harpen den evangelischen Teilnehmer dieser spirituellen Nacht der Musik, des Gesangs und der Liturgien. Eine Veranstaltung, bei der ausverkaufte Gotteshäuser zeitgleich mit Leben und Andacht gefüllt wurden.

Nightprayer

Nightprayer

Nightprayer Sie ist bestimmt schon viele tausend Mal fotografiert worden: Die Kirche St. Vinzentius in Bochum Harpen, ein Außergewöhnlicher Ort für außergewöhnliche Ereignisse. Die evangelische Kirche war nämlich Teil einer großen Aktion namens Nightprayer: Im gesamten Ruhrgebiet öffneten sich Gotteshäuser aller Religionen um ihre Liturgien und ihre religiöse Musik zu singen und zu spielen. In Harpen tönte es nun von allen Emporen, wo sich eine Vielzahl von Musikern und Sängern zum St. Vinzentius Ensemble zusammenfanden; Ein Gotteshaus, prall gefüllt mit Musik.

Gerald Hackmann, Pfarrer St. Vinzentius:
Nightprayer "Diese Kirche ist tausend Jahre alt und man kann ja nur erahnen, was in tausend Jahren hier schon geschehen ist. In den letzten Jahren jedenfalls, hat es so etwas hier in Harpen nicht gegeben, was vor Jahrhunderten oder vielleicht vor Tausenden gewesen ist, das kann ich natürlich nicht beurteilen."

Vielleicht gab es in diesen tausend Jahren schon einmal einen ähnlich hohen Anspruch wie an diesem Abend. Gespielt wurden alte protestantische Kirchenlieder mit dem Titel: Ein Vorgeschmack auf den Himmel.

Hans Jaskulsky, Universitätsmusikdirektor:
Nightprayer "Die damaligen Komponisten fassten die Mehrchörigkeit auf, als eine Übung des Menschen um dereinst mit den Engeln mithalten zu können."

Nightprayer Da wird man dann nun doch neugierig, wie es den klingen muss um mit den Engeln mithalten zu können. Außergewöhnliche Klänge an einem außergewöhnlichen Ort: Die St. Vinzentius, eintausend Jahre alt, berühmt für Gemäuer, Altar und die einmaligen Bergmannsfenster, sie war der evangelische Vertreter einer Veranstaltung, wo vom Hindutempel, bis zur Synagoge, alle Religionen, alle Gotteshäuser, öffneten. Wie diese Orte alle geklungen haben wissen wir jetzt nicht. Dass jetzt aber die St. Vinzentius im Rahmen der Nightprayer ein außergewöhnliches Klangerlebnis produziert hat davon schwärmten hinterher alle Beteiligten.

Hans Jaskulsky, Universitätsmusikdirektor:
Nightprayer "Es ist eine der wenigen romanischen Kirchen, die erhalten geblieben sind, hier im Ruhrgebiet, das ist schon singulär, und dass der Raum dann noch so konstruiert ist, das man wirklich unterschiedlich positionieren kann, und den ganzen Raum unter klang setzten kann. Das ist schon einmalig."

Die Nightprayer machten ihrem Namen alle Ehre und noch zur späten Stunde klangen die Klänge durchs Gemäuer, die nun also unser aller Vorgeschmack auf den Himmel bilden.


BOCHUMSCHAU ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Weitere Bochum-Filme …