Malmsheimer

Einst benannte er - in einer Nacht- und Nebelaktion - den Ostring in Berthold-Brecht-Schule um. Ein Schülerstreich mit dauerhafter Wirkung, denn als der damalige Hausmeister den Namenszug mit chemiegetränkter Tinktur entfernte, blieben die Konturen bis heute erhalten. So hinterließ Jochen Malmsheimer schon früh seine Spuren in dieser Stadt. Später dann auch auf Bochums Bühnen. Dort feiert er jetzt sein 10jähriges Jubiläum als Solokünstler.

Malmsheimer

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MalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerMalmsheimerVon außen betrachtet wirkt es so wuchtig und prachtvoll wie eh und je. Das 1953 fertig gestellte Bochumer Schauspielhaus scheint uneinnehmbar für den Zahn der Zeit doch wie so oft lauert die Gebrechlichkeit hinter der Fassade, so leidet das Bochumer Theater unter wackeligem Gestühl, um diese zu erneuern, sucht das Schauspielhaus nach so genannten Stuhlpaten, und das speziell für die Kammerspiele, und da kommt so ein Stuhlpate, Jochen Malmsheimer, er hat alleine dafür gesorgt das die Patenschaftsschule 180 und 181 weiterhin ihre Zuschauer tragen können.

Jochen Malmsheimer: „Ja ich finde es ganz wichtig dass wenn man in einem Theater bequem sitzt, das erleichtert die Rezeption erheblich. Ich halte das sitzen privat für überschätzt, aber wenn man nicht bequem liegen kann sollte man wenigstens bequem sitzen können, und das ist bei den Kammerspielen nicht mehr möglich. Und da trat man an mich heran, und ich sagte, gute Idee, das machst du!“

Die Kammerspiele gibt es nun schon seit 1966, der Sitztest macht sichtbar, bequemer wäre möglich. Die Stühle sind nicht der Grund warum Malmsheimer im großen Haus auftritt. Sein Jubiläumsprogramm ist restlos ausverkauft. Das beeindruckt.

Jochen Malmsheimer: „Ich muss hier nen Job machen, das is schon nich einfach, und dann noch in dieser Stadt in der ich ja noch wohne und lebe, das wird noch mal nich einfach, und dann noch in diesem Riesending, und dann an diesem Ort wo schon wesentliche gehaltvolle Momente stattgefunden haben, und ob ich mich da einreihen kann, ich bin sehr aufgeregt.“

10 Jahre Jochen Malmsheimer als Solokünstler, da muss man erst mal schlucken, ist es wirklich schon so lange her dass es Malmsheimer-Goosen, also die Tresenleser nicht mehr gibt? Ein Blick zurück, überraschend sachlich.

Jochen Malmsheimer: „Es ist ein Kapitel, ein wesentliches sogar, während dieser Zeit habe ich viel davon gelernt was ich heute brauche, und es hat mir in vielen Facetten die Augen geöffnet, was auch sehr wichtig ist, in so fern, ist das ein ganz wichtiger Bestandteil meines Lebens, klar.“

Wenn Worte reden könnten, das ist keine Drohung sondern der Titel des Bühnenjubiläums, und 14 Tage im Leben einer Stunde, so ist Jochen Malmsheimer eben, wortakrobatisch und lustig.

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