Kunstmuseum

Museumsdirektor Hans Günter Golinski blickt zurück. Zurück auf den diesjährigen Ausstellungshöhepunkt. 2014 nahm sich der Künstler Gregor Schneider mit seinem Raumkunstwerk "Kunstmuseum" für die Ruhrtriennale selbiges vor und verschloss den Haupteingang des Museums. Er schuf einen neuen Eingang, ein begehbares Abflussrohr, und zwang die Besucher in gebückter Haltung und Zickzackkurs durch ein finsteres Röhrensystem, vorbei an Schlamm, Akten und Katzenkratzbaum.


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Dr. Hans Günter Golinski, Direktor Kunstmuseum Bochum Kunstmuseum„Ja, das war natürlich das Ereignis des Jahres muss man sagen. Sie haben das ja alle zu Genüge mitbekommen, es kam unverhofft über uns. Auf der einen Seite leider muss man sagen, weil es eben ein Kunstverständnis plötzlich dokumentierte im Umfeld wo wir gegen arbeiten. Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass sich unsere Entscheidung in der Kunstlandschaft wirklich sehr positiv dargestellt hat. Wir haben sehr viel Rückmeldung bekommen und auch hier ist das, was ich eben meinte, nicht nur die Menge der Besucher macht es, es macht dann auch die wer da durch geht und wie er vor allen Dingen durch eine Ausstellung dann wieder rauskommt und ich meine, dass wir hier wirklich davon es beobachtet haben, es beobachten konnten, dass die Besucher wirklich bewegt waren und plötzlich wirklich ihr Denken, ihr Wahrnehmen ganz gravierend in Frage stellten bzw. da so Schritte gemacht haben, positiv wie negativ, d. h. ja nicht, dass da immer nur die Claqueure aus einer Ausstellung rauskommen, eine Ausstellung muss provozieren, sie muss anregen, sie muss irritieren und das ist hier bei diesem Projekt wirklich fantastisch gelaufen. Natürlich, so ein Projekt hätten wir nie aus eigenen Kräften stemmen können. Man muss auch sagen, dass dieses Projekt, es hat viele Besucher gehabt aber es war nicht das Projekt, was durch dieses Rauschen im Blätterwald erwartet wurde. Was jetzt diese Schlangen, die sich dreimal ums Haus winden ergeben hat, das hat auch Gründe, nicht zuletzt weil auch, es ist auch uns teilweise kommuniziert worden, Besucher auch sagen ‚Ich tu mir das nicht an’. Aus der Kommunikation im Vorfeld Leute sich entscheiden, das ist eine Ausstellung, da gehe ich nicht hinein. Da muss man einfach auch, denke ich, sehr gut reflektieren, dass das eine Besucher fast blind reinzieht und das andere wirklich dann so Sachen im Vorhinein auslöst, die auch zu bedenken und für unsere Arbeit auch entscheidend sind.“

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