3 Ufer – 1 Fest

Ein neuer Name, ein neuer Ort aber eine alte Tradition. „3 Ufer – 1 Fest“ war nichts anderes als das altbekannte Festival „Kemnade International“. Allerdings fand es in diesem Jahr nicht im Haus Kemnade, sondern direkt am Kemnader See statt. Wenig geändert hatte sich aber am Konzept: es war wie immer ein farbenfrohes Festival der Musik und der Kulturen.


3 Ufer – 1 Fest

Kemnade International In Zeiten, wo viel über Migranten und gelungene oder gescheiterte Integration diskutiert wird, ist es gut, wenn es einen Ort gibt wo sich Menschen aus über 20 verschieden Ländern treffen, um zusammen zu musizieren und feiern. Der Kemnader See ist so ein Ort. "Kemnade international" ist so ein Fest, wo ein Miteinander der Kulturen einfach mal so vorgelebt wird. Es ist mittlerweile eines der traditionsreichen Festivals der Weltkulturen in Deutschland. Schon seit 1974 gibt es "Kemnade international", das in diesem Jahr unter dem Titel "3 Ufer - 1 Fest" direkt am See statt fand.

Es ist eine Mischung aus moderner und traditionale Musik und das aus Europa, Asien und auch Afrika. Auch die Musikinstrumente sind ein bunter Mix aus alt und neu. Traditionale Klangkörper an der Seite von Talking Drums und Synthesizern. Und dann wieder Musikinstrumente, die schon auf alten Götterstatuen zu finden sind. Und das Schöne an "Kemnade international" ist ja, das es jedes Jahr wieder neue junge Gesichter und Künstler produziert, wie diese Musikgruppe aus Sri Lanka.

Kemnade International Musikerin: "Ich find es sehr schön hier, viele Kulturen kann man hier sehen. Es ist sehr schön, vor allem andere Musik zu erfahren, wie das ist."

Musik ist der eine Teil von "Kemnade international", der andere besteht aus dem Kennenlernen, persönlich und kulinarisch. Es ist ein bunter Mix aus Gewürzen, Düften und Aromen, der über dem Gelände neben dem Bootshaus in Oveney schwebt. Der Kemnade See ist erstmalig der Ort des Festes, sonst war es ja immer die Burg Kemnade. Und wie bewertert der Veranstalter des Ortswechsel?

Kemnade InternationalGerd Spieckerann, Bahnhof Langendreer: "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir haben hier zum Teil bessere Möglichkeiten, was die Bühnengrößen angeht, was die verschieden Bühnen noch mal angeht weil wir hier auch eine indoor Bühne machen konnten. Das weinende Auge bezieht sich sicherlich auf das ganz spezielle Flair der Wasserburg Kemnade. "

Zwei Openair-Bühnen und mehrere tausend Besucher, die an zwei Tagen den Weg zum neuen Ort von "Kemnade international" fanden. Doch das Programm besaß noch spezielles Highlight. Dazu musste man vom Oveney nach Heveney zum Zeltfestival Ruhr wechseln. Dort freuten sich die Veranstalter über ein ganz besonderes Konzert.

Kemnade InternationalHeri Reipöler, Zeltfestival Ruhr: "In diesem Jahr freuen wir uns ganz gewaltig, das wir Kayvan Saket mit den Bochumern Symphoniker zusammen gebracht haben. Dass ist schon eine Veranstaltung, die es wahrscheinlich in dieser Form nur einmal geben wird. Ein iranischer Sitarspieler mit den Bochumer Symphonikern, auf einer Bühne."

Und da ist er, Kayvan Saket, an der Seite der Bochumer Symphoniker, ein wirklicher Höhepunkt von "Kemnade international 2010".

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