Hotel Eden - Der Fotograf

Das Hotel Eden haben wir auf der Bochumschau schon von innen gezeigt. Wir waren allerdings nicht die einzigen, die ins Reich der Schimmepilze eingedrungen sind. Der Fotograf Thomas Bocian war ebenfalls schon da und hat gleich etwas mitgehen lassen.


Hotel Eden - Der Fotograf

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Thomas Bocian: „Irgendwie impliziert der Name Eden ja etwas paradiesisches, natürlich in einer großen Ambivalenz zum momentanen Eindruck, aber ich bin da nicht nach dem Namen gegangen, sondern eher nach dem Hotel, ich hätte es jetzt ‚Hotel Mama’ nennen können oder so etwas, aber mich interessierte die Geschichte des Hotels.“

6 Etagen, 6 Grundrisse, 6 mal Zerstörung und Verfall. Wer den ‚Hotel Eden’ – Film auf bochumschau.de gesehen hat, weiß dass Schimmelpilze, Schwämme und zerstörte Bausubstanzen ein Zuhause gefunden haben.

Thomas Bocian „Nicht jede Etage ist noch richtig intakt, intakt im Sinne von das man erahnen kann wozu die Räume da waren, viele wurden durch Vandalismus zerstört.“

Da treibt uns natürlich die Frage an, was Fasziniert den Künstler an dem Dreck und Zerfall; Was diskutieren Galerist und Künstler wenn sie die Werke an die Wand hängen. Geschichte im Zwielicht und der Reiz der Schmuddelecke, wer mit Thomas Bocian spricht merkt das er sein Objekt kennt.

Thomas Bocian: „Es ist das erste Hotel gewesen, mit 60 Betten damals, ‚56’ nach 15 Jahren ist der Betrieb zu ende gegangen, danach wurde es nicht mehr als Hotel genutzt und in dem Sinne ist dann auch das Leben aus dem Hotel gewichen, und es ist eigentlich nur noch eine energetisch aufgeladene Hülle, mit Verweisen zu dem was es vorher mal war, ein Hotel frequentiert durch Prostituierte mit ihren Freiern hauptsächlich, bis es dann als Asylbewerberheim geendet ist.“

Und jetzt die neuesten Nachrichten, die Baugenehmigung für den Neubau soll in den nächsten Wochen da sein, dann wird sofort abgerissen, ‚Gähn’.

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