Guitar Maker

Die Route 66 entlang fahren, das Verdeck ist offen und im Radio sind die amerikanischen Country-Melodien - mit Bochumer Klang - zu hören. Bochum? Was hat Bochum damit zu tun? In Wattenscheid sitzt in einer kleinen Werkstatt "Guitar Maker" Daniel Schippers, der für amerikanische Country-Legenden und Grammy-Gewinner die Musikinstrumente baut.


Guitar Maker

Guitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerGuitar MakerEine unscheinbare Tür in Wattenscheid. DSG – so lautet das Firmenschild, ‚G’ steht für Guitars; Gitarren, und die gibt es hier reichlich, gut verpackt warten sie hier auf die Reperatur durch den Rest vom Namensschild, Daniel Schippers.

Daniel Schippers Guitars – eine Rarität in Bochum, ein echter Gitarrenbauer, hier entstehen echt Akustikschätze, hier wird gedrechselt, geschraubt und gebaut, aktuell, an einer Gitarre die Daniel Schippers im März höchstpersönlich nach Texas bringen will, der Abnehmer eine echte Countrylegende:

Daniel Schippers: „Der heißt Redd Volkaert kommt aus Austin, Texas und hat n Grammy gewonnen, 2009, als bester Country-Instrumentalist, und den hab ich dann per E-Mail angeschrieben und n bisschen gedrängt mal meine Gitarren zu spielen.“

Schippers Gitarrenbaukunst hat ein internationales Fundament, in London und im amerikanischen Red Wing hat er Studiert, richtig gehört, studiert! Denn in anderen Ländern ist die Kunst des Gitarrenbaus ein Fall für die Hochschule.

Daniel Schippers:„Man hat natürlich auch Vorlesungen in anderen Fächern, wie in jeder normalen Uni auch die man hier in Deutschland kennt, hat dann aber ein handwerkliches Hauptfach. Und hier in Deutschland kennt man das sicher nicht.“

Das Handwerk ist sicherlich die Grundlage, aus den kantigen Hölzern werden die Elemente geschnitten, die für jede Gitarre anders aussehen, jeder Gitarrenspieler hat andere Vorlieben, so hat auch Redd Volkaert ganz genaue Vorstellungen zu der Breite des Griffbretts, und der Wölbung der Decke:

Daniel Schippers:„Ich mach im Prinzip nur Einzelanfertigungen, für mich ist Gitarrenbau wirklich das jemand zu mir kommt, mir seine Vorstellungen nennt, und ich setze diese dann um. Ich möchte auch gar nicht eine Serienproduktion starten, das probieren andere Gitarrenbauer, sie entwickeln ein Modell und versuchen es am Markt zu etablieren, das will ich gar nicht, ich fräs’ das wirklich aus ‚nem Block Holz, insofern ist jedes Stück ein Unikat, und für jeden Kunden dementsprechend ein besonders wertvolles Stück.“

Das sieht man wenn Schippers Kunden kommen, ein liebevolles streicheln, ein zärtlicher Blick, hier wird die Gitarre noch geschätzt, gehegt und gepflegt. Das Hauptgeschäft des Gitarrenbauers bleibt die Pflege und die Reperatur, Neubauten verkauft er meist an Privatpersonen, denn Countrylegenden sind selten, vor allem in Deutschland:

Daniel Schippers:„Da darf man sich keine Illusion machen, es gibt in Deutschland halt kaum bekannte Rockstars aus Deutschland, und die, haben dann ihre Techniker mit dabei wenn die auf Tour sind, und so weiter, also da hat man fast keinen Kontakt, der Beruf ist nicht sonderlich romantisch.“

In Deutschland, speziell in Süddeutschland kann man sich allerdings auch zum Guitarmaker ausbilden lassen, der offizielle Titel dort heißt allerdings: ‚Baumeister für Zupfinstrumente’.

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