Frauen-Fußball-Fest

Der Frauenfußball hat die Stadt Bochum erobert. Im Stadion, in den Medien und auch in der Innenstadt, wo regelmäßig junge WM-Teilnehmerinnen aus Canada beim Shoppen gesehen wurden. Jetzt hätten sie dort sogar ihrer fußballerischen Berufung nachgehen können. Am Tag des FFF, des Frauen-Fußball-Festes in Bochum.

Frauen-Fußball-Fest

Frauen-Fußball-Fest

Frauen-Fußball-FestDer Tag der Pokale. Oder: Als der Fußball die Bochumer Innenstadt eroberte. Speziell der Frauenfußball mit strahlenden Siegerinnen, mit viel Nachwuchs, mit kleinen Bällen und großen Kampfansagen. Dazu noch große Jub lszenen und weltmeisterlicher Gesang. Im WM-Stadtort Bochum ist der Frauenfußball also angekommen.

Frauen-Fußball-FestDr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin "Ich finde gut, dass sich dieser Sport mit Frauen einen Platz im öffentlichen Bewusstsein geschaffen hat. Ich glaube, das wäre vor 10 oder 20 Jahren gar nicht denkbar gewesen."

Heute sind Pferdeschwanz und Haarbändchen ein ganz normaler Anblick auf dem Fußballplatz.Und wenn die Trikots vom VfL Bochum und Bayer Leverkusen beim Kleinfeldturnier aufeinandertreffen, dann ist das schon richtig guter Fußball.

Frauen-Fußball-FestMichael Wurst, Stadionsprecher VfL Bochum "Ich glaube, dass der Frauenfußball als solches einen ganz schönen Schritt noch vorne gemacht hat. Und es ist natürlich für uns in Deutschland, eben auch in Bochum, auch gut, dass ein bisschen Euphorie einkehrt. Dass viele Mädels nach der WM Bock haben Fußball zu spielen, ist, glaube ich, genau der richtige Weg."

Die Damen hier auf dem Court spielen schon in den höchsten Ligen Deutschlands. Es war auf der einen Seite naheliegend, auf der anderen Seite ein kluger Schachzug, dass die Sparkasse Bochum dieses Fußball-Fest während der laufenden WM veranstaltete. Denn zur Zeit schaut ja eh jeder bei den deutschen Mädels zu. Und die Frauenfußballerinnen sind dankbar für die Aufmerksamkeit. Und dieser flinken Beine gehören einer jungen Dame. Auch diese Bilder wären vor 10 oder 20 Jahren noch undenkbar gewesen. Die Jungs schauen zu, die Mädels treten gegen den Ball. Die Fachleute an der Seitenlinie sind ebenfalls weiblich. Frauenfußball ist in. Auch, oder vor allem, in Bochum.

Frauen-Fußball-FestVolker Goldmann, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Bochum "Die Stimmung ist in Bochum, gerade was den Damenfußball angeht, sehr, sehr gut im Vergleich zu anderen Städten hier im Umkreis. Wir haben sehr viele Mannschaften, das macht uns stolz; und es passt auch ganz gut zu uns als Sparkasse."

Frauen-Fußball-FestEin schöner Anblick, das Stadion am Dr.-Ruer-Platz. Ein Hexenkessel beim Spiel der G-Jugend, das sind die Minikicker. Kleiner geht es nicht, aber: es sind Männer. Auch die durften mitspielen beim Sparkassen Fußballfest. Da war so viel los, so viel Begeisterung, dass ein ehemaliger Großer sogar eine richtig gute Idee entwickelte:

Dariusz Wosz, Ex-Spieler VfL Bochum "Normalerweise müsste man das den Sommer über so stehen lassen, dann könnten die Kinder hier spielen. Die Eltern gehen in die Stadt einkaufen und die Kinder können hier unter Aufsicht ein bisschen kicken."

Das wäre was. Und Dariusz Wosz würde sofort seine Fussballschule dorthin verlegen. Was die Zaubermaus noch so draufhatte, zeigte er Prominentenspiel mit vielen prominenten Spielerinnen. So war das am Tag des Sparkassen Fußballfestes in Bochum. Das Fazit aus Sicht des Frauenfußballs: "Die Nummer 1 im Pott sind wir!"

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