Die Tobinskis

Die "Ludolfs" kennt fast jeder. Vier ölverschmierte Brüder, die als Autoverwerter auf dem Schrottplatz leben und arbeiten. Seit Jahren wird ihr seltsames Leben im Fernsehen abgebildet. Heute leben sie in Rheinland-Pfalz, aber angeblich stammen sie aus Bochum-Langendreer. Das behaupten die Tobinskis. Das sind sieben Brüder aus Langendreer, die auch viel mit Autos zu tun haben und sich "Alteisenschrauber" nennen. Eine ganz besondere Geschichte über eine Autoschraubergroßfamilie aus Bochum.


Die Tobinskis

Die TobinskisDer Borgward Model Isabella, ein Auto, das ab dem Jahre 1954 über 200.000 mal produziert wurde. Die meisten Fahrzeuge dieser Produktreihe liegen schon lange auf dem Autofriedhof. Ein Fahrzeug steht allerdings noch in der Scheune in Langendreer bei Rüdiger Tobinski: Isabella de Luxe. Und sie steht nicht alleine in der Scheune; Weitere Klassiker aus dem Hause Mercedes der 280 sl, gleich zweimal metallic glänzend. Hier gibt es viele Schätzchen mit vier Rädern und auch mit zwei. Da wo Mercedes steht ist BMW nicht weit; Eine R253 aus dem Jahr 1956. Es handelt sich also um eine Bastler- und Schrauber-Garage. Und die gehört Rüdiger Tobinski nicht allein, sie gehört auch seinen Brüdern, da kommen sie: Eins, zwei, drei und vier. Eine Schrauber-Familie aus Langendreer; fünf mal Tobinski.

Die Tobinskis:
Die Tobinskis

"Ich bin der Reiner"

"Der Rüdiger"

"Ich bin der Burkhard"

"Ich bin der Andreas"

"Und der Dirk"

Fünf aus Sieben, zwei fehlen. Aber auch die sammeln Oldtimer.

Dirk Tobinski:
Die Tobinskis"Klar, aber ich mein, es ist auch irgendwo ein bisschen nachvollziehbar, wenn man in einer großen Familie groß wird, bei so vielen Jungs, und man weis das aus der Familie: Was der eine hat möchte der andere auch gerne haben. Dann ergibt sich das zwangsläufig."

Die TobinskisUnd so steht jetzt nach all den Jahren in jeder Ecke ein Oldtimer. Der älteste der Tobinski-Brüder ist 58 Jahre. Noch älter ist dieses Modell: Eine Wanderer aus dem Jahre 1930. Die hat auch schon 60 PS aber noch eine Hupe. Da sitzen sie nun die Brüder und planen neue Bastelstunden, doch sie werden aufgeschreckt von den Tobinski Kindern: Vatter! Aufstehen! Ründchen drehen! Denn was gibt es schöneres für einen Tobinski, als mit den anderen Tobinskis einen Oldtimer-Ausflug ins Grüne zu starten. sicherlich fragt sich jetzt der Betrachter, gibt es da auch Frauen? Und wenn ja, was sagen die zu den Hobbys ihrer Männer?

Burkhard Tobinski:
Die Tobinskis"Ja gut, sie haben sich langsam aber sicher damit abgefunden. Das wir mehr in der Werkstatt sind als zu Hause."

Aufgesattelt und ab auf die Strasse. In Langendreer fällt es schon auf wenn die Tobinskis unterwegs sind. Vorneweg Dirk in seinen Käfer Cabriolet, ein Zufallsfund wie er sagt. Noch besser die Geschichte vom alten Borkwart; Ein Scheunenfund. 30 Jahre ohne Bewegung, ohne Fahrt und so sah er dann auch aus.

Rüdiger Tobinski:
Die Tobinskis"Der Motor saß fest. die kompletten Bremsen saßen fest. Rostfraß ohne Ende. Radhäuser durch. Kotflügel durchgerostet, Türen durchgerostet."

Die TobinskisEin fall für die Tobinskis! Und da sind sie alle mit ihren Schätzchen. Rüdiger und Sohn Dennis und der viel beschriebene Borkwart. Falk ist der Sohn von Dirk und fährt einen Karmann Ghia. Vom gleichen Hersteller besitzt der Papa dieses schöne Käfer Cabriolet. Und dieser Stern steht für einen STRICH-8ter von Burkhart. Dessen Tochter Steffi mit Mann Benni einen Kadett-B. Und zu guter letzt haben wir noch den Reiner am Steuer des 280-SL. Andreas fährt auch Oldtimer, genauso wie seine Brüder. Apropos Geschwister, zu guter Letzt noch eine erstaunliche Information: Die sieben Tobinski haben, noch sechs Schwestern. Und das ist wirklich kein Witz.


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