30 Jahre Kassierer

1985 gegründet, von Wattenscheid in die ganze Welt: Die Punkrockcombo "Die Kassierer" um den singenden Oberbürgermeisterkandidaten Wolfgang Wendland erobert seit 30 Jahren die Herzen profunder Musikkenner. Zum Jubiläumskonzert in die Zeche Bochum kamen dann alle zahlreich: Politikinteressierte, Asoziale, Punks, Musikliebhaber und Häuptling Abendwind. Die Bochumschau gratuliert zum 30-jährigen Bestehen!


30 Jahre Kassierer

30 Jahre KassiererJetzt kommen die Kassierer!

Wolfgang Wendland, ans Publikum gerichtet: 30 Jahre Kassierer„Ich hatte ja gesagt, dass ich mit während des Wahlkampfs nicht auf der Bühne ausziehe; deswegen dachte ich, dass ich mich heute anziehe.“

Wolfgang Wendland: 30 Jahre Kassierer„Das war ja eigentlich nur ein Scherz, weil es damals nicht vorstellbar war, dass ich in einer Band singe. Und deswegen war es eigentlich nur ein Scherz für ein Konzert und dafür hat es sich vergleichsweise lange gehalten.“

Publikum:: 30 Jahre Kassierer„Bürgermeister, Bürgermeister!“

Nikolaj Sonnenscheiße: 30 Jahre Kassierer„So, das nächste Lied ist auch aus dem Jahre 85, also auch 30 Jahre alt.“

Nikolaj Sonnenscheiße: 30 Jahre Kassierer„Hallo, ich bin der Nikolaj Sonnenscheiße. Ich spiele bei den Kassierern Gitarre und uns gibt es ja jetzt seit 30 Jahren. Eigentlich wollte ich ja Konzertpianist werden, aber jetzt bin ich halt Gitarrist bei den Kassierern; so ist das manchmal im Leben.“

Wolfgang Wendland: 30 Jahre KassiererEs gibt schon ein paar Dinge, die heute für das Jubiläumskonzert sind. Ein paar Lieder, die wir aus dem "Häuptling Abendwind", der Operette, die gerade am Schauspiel in Dortmund läuft, übernommen haben. Es sind auch ein paar Schauspieler aus Dortmund da. Häuptling Abendwind ist zum Beispiel persönlich da.“

Wolfgang Wendland an das Publikum gerichtet: 30 Jahre KassiererDanke, liebe Asoziale!“

Drummer: 30 Jahre KassiererFür unseren nächsten Programmpunkt habe ich extra einen Trommelwirbel vorbereitet. Das ist keine leichte Kost: Wir sehen aus Mitch Maestro´s dreißigjährigem Schaffen nun den Leichtmatrosen.“

Mitch Maestro: 30 Jahre KassiererHerr Tudorovic, sicherlich mittlerweile längt verstorben, Friede seiner Asche. Da hatte ich mit unserem Drummer zusammen Gitarrenunterricht und Herr Todorovic roch immer so ein bisschen nach Slibowitz und hat mir rasend schnelle Gitarrenläufe vorgespielt, zeigte auf mich und ich so "Geht nicht!". Und nach einem halbem Jahr rief er dann bei mir zu Hause an, bei meiner Mutter und sagte: "Melden Sie Ihren Sohn bitte ab, er ist nicht begabt." Ja, das war der Beginn meiner Musikerkarriere. Ich habe mich dann abgemeldet bzw. abmelden lassen und ich bin dann auf diesem musikalischem Stand auch stehengeblieben - bis heute.“

Volker Kampfgarten: 30 Jahre KassiererIch bin hier in Bochum großgeworden, in Bochum-Gerthe, wo ich mir jeden Tag eine Tracht Prügel abholen sollte. Jeden Tag gab´s was auf die Schnauze in den stinkenden Gossen und Gassen von Gerthe.“

Volker Kampfgarten: 30 Jahre KassiererAlso, ich wollte nur sagen, ich wollte eigentlich Konzertpianist werden, aber jetzt bin ich bei den Kassierern als Schlagzeuger hängengeblieben.“

Volker Wendland, ans Publikum gerichtet: 30 Jahre KassiererMeine Damen und Herren, hier sitzt Deutschlands dümmster Schlagzeuger, Volker Kampfgarten. Vielleicht sogar der dümmste Schlagzeuger der Welt!“

Volker Kampfgarten: 30 Jahre KassiererIch bin der Schlagzeuger der Kassierer und seit 30 Jahre dabei und hoffe, dass es nochmal 30 Jahre werden! Außerdem spiele ich noch den Kamm und die Gießkanne, dass kann ich nachher mal ein vormachen, wenn ihr noch ein bisschen Zeit habt.“

Publikum: 30 Jahre KassiererBürgermeister, Bürgermeister, hey, hey!“

Wolfgang Wendland: 30 Jahre KassiererNoch nicht, im September ist es dann soweit!“

Wolfgang Wendland: 30 Jahre KassiererNatürlich wird man an diese OB-Geschichte öfters erinnert, weil man ständig Leute trifft, die einem sagen "Ah, der zukünftige Oberbürgermeister!". Auch so Leute, von denen ich nie damit gerechnet hätte, dass sie mich ansprechen; also es scheint sich rumzusprechen.“

Wolfgang Weldland ans Publikum: 30 Jahre KassiererMeine Damen und Herren, wir sind ja eine betont anti-sexistische Band. Ich werde auch, und das verspreche ich Ihnen, wenn ich Bürgermeister werde, mich dafür einsetzen, dass es eine geschlechtsneutrale Fassung des Bochumer Jungenliedes gibt. Es sind viele Lieder, die ich heute so gar nicht mehr akzeptieren kann. Um mit unserem Programm überhaupt weitermachen zu können, um überhaupt weitermachen zu können, müssen wir uns alle einer anti-sexistischen Reinigungsprozedur unterziehen: "Stimmt ein, stimmt ein, Sexismus ist gemein! Stimmt ein, stimmt ein, Sexismus ist gemein!“


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