bodies in urban spaces

Seit ein paar Jahren hat die alljährliche Fidena, das "Figurentheater der Nationen", die Idee entwickelt, hinaus zu gehen aus Hallen und Theatern, hin zu den Menschen in die Bochumer Innenstadt. Da gab es schon ein paar besondere Ereignisse, die noch im Filmarchiv der Bochumschau zu bestaunen sind. Jetzt gab es wieder so einen außergewöhnlichen Moment, der zwar nur 30 Minuten lang war aber dafür viele Besucher der Bochumer City verzauberte: "bodies in urban spaces" - ein Akrobatikprojekt des österreichischen Choreographen Willi Dorner.


bodies in urban spaces

bodies in urban spacesAn einem ruhigen Nachmittag in Bochums Innenstadt schaut ein Mann in orange um die Ecke, an einem Ort, wo sowieso schon Ausschau gehalten wird; Die Trauernde vor der Pauluskirche, dahinter: Die bunten Artisten von „Bodies in Urban Spaces“. Es ist kurz vor Drei, um Drei geht es los: Ein außergewöhnlicher Parkour mit menschlichen Skulpturen, quer durch die Bochumer City.

Geben wir den bunten Gestalten ein Gesicht und fragen nach: Was sehen wir hier?

bodies in urban spaces „Wie soll ich das erklären? Das war eine Performance, die eben die Stadt anders darstellt, als sie sonst wahrgenommen wird, und auch wie man sich der Stadt anpassen kann. Besser gesagt: Was man in der Stadt für Räume hat, in die man sich hineinpassen könnte.“ Magdalene Anna Dieke, Companie Willi Dorner

Es ist ein Bisschen wie am Ostersonntag; Einer hat die Ostereier versteckt, die Anderen suchen.

bodies in urban spaces „Ostereier passt eigentlich ganz gut, weil wir ja auch ganz bunt angezogen sind, damit man uns ja doch auch gut sieht, weil wir uns an ungewöhnlichen Stellen platzieren und da ja das Auge auch hingeleitet werden; An die ungewöhnlichen Stellen, wo man auch nicht grad hinguckt.“ Charlotte Brohmeyer, Companie Willi Dorner

bodies in urban spaces Nicht jeder Ort wird vom Orthopäden verschrieben, aber vom Choreographen. Das ist der Österreicher Willi Dorner. Der war zwar nicht vor Ort, hat aber über seine Assistentin mit Bochum kommuniziert.

bodies in urban spaces „Und sie sucht zusammen mit Willi Dorner per Fernkontakt die Stellen aus, macht Photos, macht Vorschläge, und er sucht dann letztendlich aus. Die Stelle unten am Geländer bietet sich auf jeden Fall für diesen ‚forward bend’ total an.“ Judit Abegg, Companie Willi Dorner

bodies in urban spaces "Finale furioso" am Bochumer Hauptbahnhof: Das Ende des Parkours, vor mittlerweile vielen Zuschauern; Diese sind unterwegs einfach hängen geblieben und mitmarschiert, bei diesem außergewöhnlichen Projekt.

bodies in urban spaces „Wenn etwas wirklich gut gemacht ist, und das heißt auch bis ins Detail ausgearbeitet, dann überzeugt es auch, also da ist das Zusammenspiel der farben, zum Beispiel, die genaue Auswahl der Plätze; In dem Moment, wenn das Konzept wirklich stimmig ist, da merken die Leute auch, dass da etwas interessantes zu sehen ist und folgen dann. Bochum ist da auch sehr aufgeschlossen.“ Anette Dabs, Leiterin Fidena Bochum

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